Für die erste eigene Wohnung
Dein Fenster macht Probleme. Wir haben die Lösung schon durchgespielt.
Einblick vom Nachbarblock, Kälte an der Scheibe, Straßenlaterne ins Gesicht, Dachgeschoss im Hochsommer. Vier Klassiker der ersten eigenen Wohnung - und warum ein Plissee sie löst, ohne dass du ein einziges Loch bohrst.
Startpunkt
Ja, du darfst - auch zur Miete
Geklemmt, geklebt oder gespannt: Für ein Plissee am Fensterflügel brauchst du keine Bohrmaschine - und in den meisten Mietverhältnissen auch keine Genehmigung. Beim Auszug nimmst du alles rückstandslos wieder ab. Schau trotzdem kurz in deinen Mietvertrag, ob es dort spezielle Regelungen gibt.
Wie das genau geht →
Die vier Klassiker
was in der ersten Woche auffälltDu ziehst ein, die Wohnung ist leer, und abends merkst du: Am Fenster stimmt etwas nicht. Fast immer ist es eines dieser vier Dinge.
Blickschutz
Von gegenüber kann man reinschauen
Erdgeschoss, Hinterhof oder acht Meter zum Nachbarblock. Ein halbtransparentes Plissee nimmt den direkten Einblick und lässt trotzdem Licht durch - du sitzt nicht im Dunkeln.
Weiterlesen →
Wärme
Es wird kalt
Alte Fenster geben Wärme ab wie ein offenes Fenster in Zeitlupe. Ein Wabenplissee schließt eine Luftschicht vor der Scheibe ein und bremst das spürbar.
Weiterlesen →
Schlafen
Zu hell zum Schlafen
Straßenlaterne vorm Fenster, im Sommer ab halb fünf hell, und in der Prüfungsphase schläfst du ohnehin zu komischen Zeiten. Verdunkelnde Stoffe gibt es auch ohne Bohren.
Weiterlesen →
Dachfenster
Unterm Dach wird es unerträglich
Die günstige Bude ist oft die unterm Dach. An der Schräge muss ein Plissee gespannt sein, sonst sackt es durch - dafür gibt es eigene Systeme.
Weiterlesen →Grundlagen
Was ein Plissee überhaupt ist
Eine in Falten gelegte Stoffbahn zwischen zwei schmalen Profilen, von Hand oder per Schnur zusammengeschoben. Anders als ein Rollo sitzt sie direkt am Glas und lässt sich an beiden Enden bewegen - du kannst also unten abdecken und oben Licht hereinlassen.
Genau das macht es für Mietwohnungen passend: keine Wandhalterung über dem Fenster, sondern Befestigung am Fensterflügel selbst. Klein und leicht genug, dass du es beim nächsten Umzug mitnimmst.
Die Bauart, bei der der Stoff oben und unten geführt wird, heißt verspannt. Sie ist der Normalfall am Fensterflügel und sorgt dafür, dass nichts wegklappt, wenn du kippst.
Vier Begriffe fürs Bestellen
- Verspannt
- Stoff läuft oben und unten in Schnüren, hält in jeder Fensterstellung.
- Glasfalzmaß
- Sichtbares Glas plus Dichtungskante - danach wird meist gefertigt.
- Klemmträger
- Metallbügel über dem Fensterflügel. Kein Werkzeug nötig.
- Wabenplissee
- Doppellagiger Stoff mit Luftkammern, dämmt besser als einlagiger.
Alle Beiträge
Drei längere Artikel, die jeweils eine Frage vollständig beantworten.
Plissee ohne Bohren: klemmen, kleben oder spannen
Welche der drei Befestigungen an dein Fenster passt, was der Vermieter dazu sagen darf und wie die Montage in fünf Schritten abläuft.
Blickschutz, Verdunkeln und Wärme: welcher Stoff kann was
Warum Sichtschutz abends andersherum funktioniert als tagsüber, was Wabenplissees wirklich bringen und welche Stoffgruppe dein Problem löst.
Maß nehmen, Kosten und die ehrlichen Alternativen
Richtig messen beim ersten Mal, die fünf Faktoren hinter dem Preis und der Vergleich mit Rollo, Jalousie, Vorhang und Folie.
Kurz gefragt
Brauche ich die Erlaubnis meines Vermieters?
In den meisten Mietverhältnissen nicht, weil nichts dauerhaft verändert wird. Sobald gebohrt wird, solltest du auf jeden Fall vorher fragen. Da jeder Mietvertrag anders ist, lohnt sich aber immer ein kurzer Blick in deine Vereinbarungen oder eine Rückfrage bei der Hausverwaltung.
Kann ich das Plissee beim Umzug mitnehmen?
Ja, bohrfreie Systeme lassen sich abnehmen und wieder montieren. Der Haken: Ein Plissee ist auf dein Fenstermaß zugeschnitten. In der neuen Wohnung passt es nur, wenn das Fenster ähnlich groß ist.
Was kostet ein Plissee ungefähr?
Die Preisspanne ist groß: Einfache Fertigmaße gibt es ab etwa 15 Euro, eine Maßanfertigung mit Wabenstoff kann über 100 Euro liegen. Was den Preis bestimmt, erklären wir im Kostenvergleich.
Wie lange hält ein Plissee?
Bei normaler Nutzung mehrere Jahre. Der Stoff leidet am ehesten durch UV-Strahlung und häufiges Knicken in den Falten. Qualitativ gibt es deutliche Unterschiede zwischen günstigen und hochwertigen Produkten.